Mittwoch, 25. Dezember 2013

Impfen: Ja oder nein? Ein Erkenntnisprozess.



Es begann mit einer Meldung, die mich schockierte: In den Grenzgebieten zu Syrien ist aufgrund der Notlage in den überfüllten Flüchtlingslagern die Kinderlähmung (Polio) wieder auf dem Vormarsch; und: es wird davon ausgegangen, dass diese Krankheit in europäische Länder mit niedrigen Impfraten übergreift. Konkret werden hier die Länder Bosnien Herzegowina, die Ukraine und überraschenderweise auch Österreich genannt. Ein näherer Blick auf die (geschätzte) Polio-Impfstatistik der Weltgesundheitsorganisation WHO offenbart tatsächlich ein eindeutiges Bild: Im Jahr 2009, aus dem die aktuellste Zahl für Österreich stammt, verzeichnete Österreich bei der Kinderlähmung lediglich eine Impfrate von 83% und ist damit EU-Schlusslicht. Österreich befindet sich damit gemeinsam mit Uganda, Namibia, Senegal und Botswana auf dem 16. Platz und in der unteren Hälfte aller 187 Länder, über die es für dieses Jahr Aufzeichnungen gibt. 149 Länder weisen höhere Raten aus, nur 33 Länder niedrigere. Dabei gilt es zu bedenken, dass eine Infektionskrankheit erst ab einer Impfrate von 95% als ausgerottet gilt. Die Perspektive, dass Kinderlähmung auch in Österreich wieder ausbricht, ist also durchaus real. Dabei ist die Impfrate bei Polio noch vergleichsweise hoch: Andere Impfungen wie etwa die Immunisierung gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten weisen für 2009 eine Quote von lediglich 61% auf.
Ich habe mich also auf die Suche nach Antworten gemacht: Weshalb weist die Industrienation Österreich mit einem vergleichsweise sehr guten Gesundheitssystem derartig niedrige Impfraten auf? Schätze ich vielleicht die Wirksamkeit von Impfungen falsch ein? Und wie sieht es mit den Meinungen dazu in meinem persönlichen Umfeld aus?

Die Gründe von Impfgegnern
Die letztere Frage konnte ich simpel mittels Facebook klären. Ich habe nach persönlichen Positionen für und wider das Impfen gefragt und erhielt darauf sehr engagierte und ausführliche Rückmeldungen. In 23 Kommentaren äußerten sich meine Freunde für sich selbst, aber auch als Eltern und Ärzte. Dabei waren mehrere Positionen vertreten, sowohl prinzipiell für und gegen Impfungen wie auch differenziertere Ansichten über sinnvollere und sinnlosere Immunisierungen. Von besonderem Interesse für meine Fragestellung sind natürlich die Positionen dagegen: Von ausschließlicher Geldmacherei mit der Angst war die Rede, von giftigen Inhaltsstoffen und dass das Zurückgehen von Krankheiten weniger mit dem Impfen als vielmehr mit höheren Hygienestandards zu tun habe - also sinnlos sei. Dasselbe Bild ergibt sich auch bei einer Recherche im Internet, nur dass hier noch eine zusätzliche Bedrohung eine große Rolle spielt: Die Impf-Nebenwirkungen, die bei Kleinkindern bis zum Autismus gehen sollen. Von derartigen Ausgangspositionen wird vor allem die Frage der Verantwortung für die eigenen Kinder zum Spießrutenlauf: Schädige ich mein Kind durch impfen mehr, als dass ich es schütze? Ist es klüger, auf gewisse empfohlene Impfungen zu verzichten und auf eine alternative Stärkung des Immunsystems zu setzen?

Die Gründe für die Skepsis können also in zwei grundlegende Argumentationsstränge eingeteilt werden, die sich häufig ergänzen oder zumindest praktisch nie gegenseitig ausschießen:
1., Ablehnung aufgrund der prinzipiellen Unwirksamkeit von Impfungen;
2., Ablehnung aufgrund der schädigenden Nebenwirkungen von Impfungen.

Keine tollen Aussichten: Wenn die Impf-Skepsis objektiv gerechtfertigt ist, kostet impfen im besten Fall viel Geld für Nichts und gaukelt falsche Sicherheit vor. Im schlimmsten Fall aber fügt die Impfung sogar einen direkten Schaden zu. Ich als medizinischer Laie beginne, die Ängste vieler Menschen um sich selbst und ihre Kinder zu verstehen. Es ist also an der Zeit, die Fakten zu überprüfen.

Ist impfen prinzipiell nutzlos?
Der erste genannte Argumentationsstrang lässt sich empirisch untersuchen: Solange sich für mindestens eine Impfung ein beweisbarer Erfolg nachweisen lässt, ist der Vorwurf der prinzipiellen Unwirksamkeit widerlegt. Ich bleibe beim Beispiel der Kinderlähmung und mache mich auf die Suche nach den Eckdaten dieser Impfung in Österreich. Ich recherchiere und erfahre, dass hierzulande zwischen 1946 und 1961 noch 12.620 Menschen an Kinderlähmung erkrankten, 1.426 davon starben daran. Ab 1958 war ein Impfstoff dagegen erhältlich, der ab 1961 in Form der kostenlosen Schluckimpfung hohe Akzeptanz in der Bevölkerung genoss. Faktum ist: Zwischen 1962 und 1980 erkrankten nur noch 37 Österreicher an Kinderlähmung, worunter sechs starben - der letzte von ihnen im Jahr 1973. Die Wirksamkeit des Impfstoffes ist also evident. Ein Hinweis auf die sich in der Nachkriegszeit verbessernden Hygienestandards darf natürlich nicht fehlen. Dass aber ausschließlich diese - mit Sicherheit sehr wichtigen - Maßnahmen für die deutlich zu erkennende Zäsur des Jahres 1961 verantwortlich sein sollen, lässt sich nicht stringent argumentieren - vor allem nicht am konkreten Beispiel der Kinderlähmung, die ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen wird und keine tierischen Überträger wie einige andere Seuchen kennt.

Die Beweisführung für den Nutzen dieser Impfung lässt sich - leider - auch in die entgegengesetzte Richtung vollziehen, und zwar am aktuellen Beispiel des Anfangs genannten Bürgerkriegslandes Syrien. Am 29. Oktober 2013 meldete die WHO 22 Fälle einer akuten Erkrankung an Kinderlähmung. Die meisten der Betroffenen sind unter zwei Jahre alt und wiesen zu wenig oder gar keine Immunisierung auf. Das ist insofern dramatisch, als dass die Krankheit in Syrien eigentlich als ausgerottet galt. Durch den Krieg sank allerdings die Impfrate von 91% im Jahr 2010 auf 68% im Jahr 2012. Die Fakten sprechen hier klar und deutlich für die Sinnhaftigkeit der Impfung: Die Seuche brach nicht nur vor dem Hintergrund der sozialen und hygienischen Notlage in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern aus, sondern betrifft dort auch hauptsächlich Kleinkinder, die seit Kriegsausbruch geboren wurden, also nach einem Zeitpunkt, der den massiven Rückgangs der Impfrate markiert. Diejenigen, die vor 2010 geboren wurden und noch eine Impfung erhalten haben und mit denselben hygienischen Zuständen konfrontiert sind, scheinen von der Immunisierung zu profitieren.

Es wäre methodisch nicht korrekt, dieses Ergebnis auf sämtliche angebotenen Impfungen umzulegen. Es soll hier aber auch nicht darum gehen, jedes einzelne Produkt einer empirischen Prüfung zu unterziehen. Die Fragestellung dieses Abschnittes zielte auf die prinzipielle Nutzlosigkeit von Impfungen ab, und diese kann mit sehr geringem Aufwand widerlegt werden. Es erstaunt und schockiert mich doch einigermaßen, dass angesichts der genannten Fakten, deren Sammlung bei einer ehrlichen Recherche keine große Kunst ist, gewisse Initiativen nach wie vor den generellen Nutzen von Impfungen in Frage stellen. So heißt es etwa auf "impffrei.at": "Dass der Rückgang der Seuchen durch Impfungen verursacht wurde, ist unwahrscheinlich. Es gibt dafür keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis." Ich fühle mich verschaukelt. Der Hinweis auf den vermeintlich fehlenden "wissenschaftlichen Beweis" soll wohl besonders wissenschaftlich wirken - de facto ist diese Aussage aber eher ein Versuch, die eigenen Unwissenschaftlichkeit zu kaschieren. Dennoch gehe ich davon aus, dass sich die Menschen hinter "impffrei.at" mit dem Thema auseinandergesetzt haben und möchte sehen, von dem die Initiative geleitet wird. Doch auch hier fehlen die Grundlagen der Wissenschaftlichkeit: Es ist auf der Homepage nirgendwo ein Impressum angegeben, nicht einmal eine Mailadresse oder ein Formular zur Kontaktaufnahme. Wer also hinter der Initiative steht, ist nicht erkenntlich. Stattdessen gibt es eine lange Liste "berühmter Impfgegner", unter denen sich neben Naturheilpraktikern und Homöopathen sogar der  Tiroler Freiheitsheld Andreas Hofer des beginnenden 19. Jahrhunderts befindet. Auch eine paar Ärzte werden genannt, und hier schaue ich genauer hin, vielleicht gibt es hier verwertbares wissenschaftliches Material, das die generelle Wirkung von Impfungen hinterfragt. Doch erneut werde ich herb enttäuscht: Genannt wird etwa Dr. med. Gerhard Buchwald, der allen Ernstes Kriminalität als Folge von Impfungen definiert. Interessant ist allerdings Dr. med. Friedrich Graf. Er ist Allgemeinmediziner und Homöopath und interessiert mich vor allem aufgrund seines Buches "Nicht impfen - was dann?", das beim Online-Händler "Amazon" bemerkenswert viele positive Kommentare bekommen hat, in der die Leser davon berichten, sich bzw. ihre Kinder nach Lektüre des Buches nicht mehr impfen zu lassen. Ein klarer Fall: Das betrifft exakt meine grundlegende Fragestellung und ich besorge mir das Buch.

Schadet impfen mehr, als dass es nützt? Ein erster Erkenntnisversuch.
Bereits die ersten Zeilen der Einführung machen klar, dass es sich hierbei um einen ausgesprochenen Impfkritiker und -gegner handelt. Er berichtet, dass die Beobachtungen von Geschädigten nach den Impfungen "erschüttern"(1), bleibt aber über 200 Seiten über den wissenschaftlichen Beleg dafür schuldig - und erklärt auch gleich, warum ein Beweis gar nicht möglich ist: "Eine wissenschaftliche Beweisbarkeit von Schäden gibt es nicht, nur die Plausibilität der Nähe zum Impfereignis."(2)  Diese Aussage, getroffen von einem Arzt, macht doch etwas stutzig. Seine gesamten Thesen macht Graf also nur an seinen Beobachtungen fest, an persönlichen Erfahrungen sowie Vorstellungen und Schlüssen, die daraus gezogen werden. An empirisch begründeten Thesen wäre an sich nichts Fragwürdiges, wenn diese auch als solche gekennzeichnet wären. In seinem Buch macht Graf seine Ansichten allerdings zu Dogmen, die in platten Sätzen daherkommen wie "Impfungen machen obligat krank!" (3) oder der sich an mehreren Stellen befindenden ironiefreien Gleichsetzung von Impfungen mit "Körperverletzung". Die Spitze der Absurdidät erreicht Graf mit seiner Aussage, dass Impfungen "'kommunistische' Maßnahmen" seien, weil alle die "gleiche Dosis und das gleiche Präparat zu willkürlichen Zeiten" erhalten. (4) Diese Aussage beschwört die Angst des Individuums vor einer fremden Übermacht herauf, die in diesem Falle zweigeteilt ist: einerseits die Angst vor den Fremdkörpern, die durch eine Impfung Besitz von der individuellen Gesundheit ergreifen; andererseits die Furcht vor institutioneller Gewalt, der das Individuum als solches ausgeliefert ist. Tatsächlich zieht sich diese Thematik durch das gesamte Buch, wodurch wohl nicht zu Unrecht der Eindruck entsteht, dass es Graf hier nicht nur um eine reine Darstellung seiner Ansicht zum Thema "impfen" geht, sondern vor allem auch um die Propagierung eines bestimmten Weltbildes. Dieses Weltbild erscheint oberflächlich betrachtet zwar vorerst als emanzipatorisch und fortschrittlich-subversiv gegenüber Staat und Gesundheitssystem und deren Insitutionen, ist aber bei genauerem Blick genau das Gegenteil - nämlich antiemanzipatorisch und rückwärtsgewandt. Laut Graf wird nämlich die Basis für ein gesundes Leben ohne Impfungen in den ersten vier Lebensjahren eines Kindes vor allem in der als "heilig" anzusehenden "Symbiose zwischen Mutter und Kind" (5) gelegt: Solange nichts zwischen diese Symbiose kommt, auch keine Injektion - also Impfung - "ist Krankheit die Ausnahme und Gesundheit die Regel." Doch nicht nur die Injektion bedroht laut Graf diese Symbiose, auch Horte, Krippen und Kindergärten stellen in seinen Ausführungen eine Gefahr für die Gesundheit des Kindes dar. (6) Diese Einrichtungen sind laut Graf eher eine Antwort auf die "soziale Vereinsamung" der Eltern, bzw. ein Ergebnis deren Wunsches, wieder berufstätig zu sein. (7) Und auch, wenn er hier allgemein von "Eltern" spricht, ist offensichtlich, wen er eigentlich in die moralische Pflicht nimmt: Frauen. Daraus macht er an gewissen Stellen auch gar keinen Hehl. Nachdem er etwa das Ideal weiblicher Tiere beschwört, die bei Gefahr für die Jungen "zu äußerster Aggressivität bis hin zur Selbstaufgabe" fähig sind, appelliert er an die Frauen: "Diese Qualität der Mutter vermisse ich heute, wenn es um die Angriffe auf ihr Kind geht". (8) Diese Angriffe erkennt er u.a. von Seiten der "modernen Medizin", meint also damit auch Impfungen. Väter werden in diesen Vorstellungen übrigens nicht nur zu Nebendarstellern innerhalb der Familie abqualifiziert, er schreibt ihnen bezüglich dieses Schutzes vor "Angriffen" sogar eine negative Rolle zu. Sie würden Impfungen nämlich häufiger befürworten, "gehen das Thema rationaler an, zeigen sich beeinflusst von Medien" und sind durch "Angstkampagnen" leichter zu verunsichern. Zudem würden sie sich weigern, andere Meinungen anzuhören und andere Schriften zu lesen. Diesem männlichen Klischee stellt Graf das weibliche gegenüber: "Mütter handeln aus Schutzinstinkt, lassen sich weniger von rationalen Einsichten aus einseitiger Aufklärung beeindrucken." (9) Das Problem bestehe aber darin, dass Frauen sich trotz dieser Eigenschaften oft dem sozialen Druck beugen würden und ihre Kinder impfen lassen. Starke, rationale Männer gegen schwache, emotionale Frauen - eine Geschlechterauffassung aus der historischen Mottenkiste. Dieses Buch, das ich als alternative Informationsquelle zu möglichen Impfgefahren studieren wollte, entpuppt sich als Mogelpackung. Unter dem Deckmantel der "Impfkritik" bekomme ich ein antiquiertes Weltbild eines Arztes aufgetischt, der nicht einmal versucht, seine Thesen wissenschaftlich zu belegen sondern seine Belege ausschließlich aus eben diesem Weltbild selbst schöpft. Der Autor vertritt eine Theorie, die in keiner Weise wissenschaftlich geerdet ist sondern als Selbstzweck einer bestimmten Ideologie fungiert: Auf den Punkt gebracht schadet impfen laut Graf nicht deshalb, weil er dafür wissenschaftliche Beweise nennen kann, sondern weil ein positiver Zugang zu Impfungen in seinem Weltbild einer Familiendefinition entspringt, die ebendieses Weltbild bedrohen.

Schadet impfen mehr, als dass es nützt? Ein zweiter Erkenntnisversuch.
Die zentrale Erkenntnis aus diesem Buch habe ich insofern nicht hinsichtlich der womöglichen Gefahr von Impfungen erhalten. Diesbezüglich wurde ich im Gegenteil vollkommen enttäuscht. Viel mehr aber wird dadurch offensichtlich, dass es auch in diesem Fall nicht nur um reine Information geht sondern durchaus auch um einen ideologischen Kampf, der den nüchternen Blick auf die Sachlage verschleiert. Wenn eine Person, die die Bedeutung von wissenschaftlichen Ansprüchen aufgrund ihrer eigenen Ausbildung kennen sollte, zur Untermauerung einer Theorie auf derartige Worthülsen wie die "heilige" Symbiose zwischen Mutter und Kind zurückgreifen muss, wird damit die gesamte Thematik diskreditiert. Wenn dieser Umstand noch als "bedauerlich" bezeichnet werden kann, wird es ab dem Moment mehr als fragwürdig, ab dem sich Eltern auf der Basis derartiger Lektüre tatsächlich dafür entscheiden, ihr Kind nicht impfen zu lassen. Eltern von Neugeborenen sind ohnehin bereits einer wahren Flut an einander widersprechenden Informationen hinsichtlich des Wohl des Kindes ausgeliefert, umso mehr Gewicht haben da Argumente, die scheinbar wissenschaftlich fundiert sind.

Bislang haben es mir die Impfgegner sehr schwer gemacht, mich auf ihre Seite zu ziehen. Nachdem ich mir aber sicher bin, dass es auch dort vernünftige Ansichten geben muss, die in irgendeiner Art wissenschaftlich geerdet sind, wage ich einen letzten Versuch auf der Basis einer Empfehlung, die mir eine Freundin im Zuge meiner Facebook-Frage nähergebracht hat. Ich besorge mir das Buch "Impfen Pro & Contra" von Dr. Martin Hirte, das auf Amazon noch weitaus mehr Bewertungen hat als das vorhergehende und wohl zu den Bestsellern in diesem Bereich gehört. Und tatsächlich werde ich dieses mal nicht enttäuscht. Hirte führt sehr genau in das Thema ein, behandelt neben den Wirkstoffen auch verschiedene Aspekte wie etwa die Rolle der Pharmabranche und gibt ein weitgehend objektives Bild der Thematik wieder, wobei er seine eigenen Überzeugungen nicht verschweigt; dabei geht er aber nicht moralisierend vor sondern macht seine Ansichten als solche erkennbar.

Generell sieht Hirte Impfungen eher kritisch, wobei er die einzelnen Impfungen hier klar differenziert. Seine Beweisführung wirkt gewissenhaft und geht, soweit sie gehen kann: Einen direkten Zusammenhang zwischen Impfung und einem daraus resultierenden Schaden zu belegen ist nämlich in den meisten Fällen aufgrund der dürftigen Studienlage kaum möglich. Dennoch führt er als Beleg seiner Befürchtungen anders als Dr. Graf ( - der es dann auch dabei belässt -)  nicht nur die eigene Überzeugung an, sondern verweist auf wissenschaftliche Untersuchungen, die in diese Richtung deuten. Die Schäden, die Impfkritiker und auch Hirte anführen, betreffen vielfach die Entwicklung des Kindes. Wenn aber im ersten Lebensjahr eine gewisse Impfung durchgeführt wird, deren womögliche Schäden erst im Laufe der weiteren Entwicklung des Säuglings hin zum Kleinkind sichtbar sind, kann der Zusammenhang ohne diesbezügliche Langzeitstudien schwer bis gar nicht bewiesen werden. Sofern der Schaden dadurch entsteht, dass der Impfstoff aufgrund der noch nicht ausgereiften Entwicklungsstufe des Säuglings schädlich ist, könnte die Lösung dafür lauten, mit dem Impfen erst später zu beginnen. Hirte etwa meint, dass das Problem von allzu frühen Impfungen darin besteht, dass drei körpereigene Systeme noch unreif sind: Die Nierenfunktion, das Immunsystem und das Nervensystem. (10) Zu einem späteren Zeitpunkt, etwa nach dem ersten Geburtstag, würde die Gefahr deutlich sinken. Dies könnte für die möglichen Schäden eine Lösung sein, verschiebt die Problematik aber nur auf eine andere Ebene: Die Frage des Impfens wird dadurch von einer prinzipiellen zu einer zeitlichen; angenommen, den von Hirte genannten möglichen Entwicklungsschäden kann durch einen späteren Impfzeitpunkt vorgebeugt werden, wie sieht es dann mit den möglichen Schäden durch jene Krankheiten aus, die den Säugling in jener Zeitspanne bedrohen, in der noch nicht geimpft wird? Hirte ist sich dessen bewusst, benennt die dadurch entstehenden Risiken aber als gering, wobei er verantwortungsbewusst betont, dass sie in einem Impfgespräch nichts desto trotz unbedingt thematisiert werden müssen. (11)

Die Herangehensweise Hirtes offenbart, dass die Thematik um einiges komplexer ist, als sie in einer schwarz-weiß-Malerei zur Entfaltung kommen könnte. Dabei muss man dem Autor in seinen Schlussfolgerungen nicht zwangsläufig rechtgeben um nachzuvollziehen können, dass die Frage des Nutzens oder Schadens einer Impfung von diversen Faktoren abhängen kann. Abgesehen davon wird wohl niemand ernsthaft behaupten wollen, Impfungen seien generell ungefährlich - jeder medizinische Eingriff birgt eine gewisse Gefahr in sich. Im Prinzip handelt es sich hier um nichts anderes als um eine Abwägung der Risiken: Ist die Gefahr für Leib und Leben durch eine konkrete Impfung größer als durch eine Unterlassung der Impfung oder ist es umgekehrt? Diese Abwägung ist aber umso schwerer, je ideologischer um diese Frage vernebelt wird. Die Ansichten eines Dr. Graf habe ich bereits genannt. Auf der anderen Seite der Medaille finden sich die Beteuerungen und Kampagnen der Pharma-Industrie, die selbstredend auch gewisse Interessen verfolgt, die sich nicht zwangsläufig mit dem Wohl der Impflinge decken müssen. Hierbei darf aber nicht der Fehler gemacht werden, die wissenschaftliche Medizin mit der Pharmabranche gleichzusetzen. Dass letztere versucht, aus ersterer Profit zu schlagen, ändert nichts an biologischen Vorgängen, wie sie im Rahmen der Wissenschaft erforscht werden.

Insofern ist der entscheidende Punkt, der die Frage des Nutzen-Risiko-Verhältnisses von Impfstoffen beantwortet, die Auswertung von vorhandenen Studien zu genau diesem Thema. Nachdem von Impfkritikern (zu Recht) kritisiert wird, dass derartige Studien hauptsächlich von der Pharmabranche selbst stammen und auch nur dann veröffentlicht werden, wenn sie dem Marketing dienen, greife ich hier auf die neuste Publikation des österreichischen Gesundheitsministeriums zu diesem Thema zurück, die im Dezember 2013 unter dem Namen "Reaktionen und Nebenwirkungen nach Impfungen" publiziert wurde. Diese Publikation ist durch zweierlei Aspekte bemerkenswert: Erstens, weil sie eben aus Österreich stammt, wo es kein beratendes Impfgremium mehr gibt wie etwa in Deutschland die von Impfkritikern viel kritisierte "STIKO", die durch die latent vorhandenen Interessenskonflikte ihrer Mitglieder stark an öffentlicher Autorität eingebußt hat; in Österreich verantwortlich für Impfempfehlungen ist seit 2011 der Sanitätsrat, der nicht (wie die STIKO) ausschließlich Fragen von Impfungen und Infektionskrankheiten behandelt, sondern neben Medizinern auch aus Fachleuten der Bereiche Pflege, Gesundheitsplanung und Gesundheitsfinanzierung besteht. Das heißt im Konkreten, dass das Thema umfassender betrachtet wird und somit wohl auch nachhaltiger.
Zweitens wurde die Publikation vom Gesundheitsministerium nicht bei der Pharmabranche in Auftrag gegeben sondern bei der Medizinischen Universität Wien und verzichtete ausdrücklich auf Sponsoring durch die Industrie. Gleichzeitig werden alle Interessenskonflikte der insgesamt 13 Autoren seit den letzten fünf Jahren peinlich genau aufgelistet, um ein eigenes Urteil über die Glaubhaftigkeit der Publikation zu ermöglichen. (12) Insofern kann ich das Dokument als seriöse Quelle einstufen, wobei es sich hier ausdrücklich um keine Studie an sich handelt, sondern um eine kurze Zusammenfassung und Analyse existierender Studien.

Sehen wir uns also die Nutzen-Risiko-Relation an einem Beispiel an. Gleich zu Beginn wird das Beispiel einer Masernenzephalitis genannt. Sie tritt auf, wenn die als "Kinderkrankheit" bekannte Masern-Erkrankung zu einer Gehirnentzündung führt. Von tausend an Masern erkrankten Personen kommt es bei einer zu dieser gefürchteten Komplikation, indessen jeder vierte davon daran stirbt ( - wobei hier die weitaus häufiger auftretenden Dauerschäden nicht erwähnt werden). Das Risiko, trotz einer Masernimpfung eine Enzephalitis zu bekommen, liegt im Vergleich dazu bei 1:1.000.000 - tausendmal niedriger. Die Wahrscheinlichkeit, aufgrund der Impfung eine Enzephalitis zu bekommen, ist kleiner als 1:1.000.000. Die häufigste Nebenwirkung scheint Fieber zu sein, zudem existiert die (nicht näher quantifizierte) Möglichkeit einer Erkrankung an einer milden Form einer vorübergehenden Masern-Erkrankung. (13) Die geimpfte Person schneidet also exponentiell besser als die ungeimpfte. Zudem scheinen Masern wieder verstärkt aufzutreten, wie der Ausbruch von Epidemien etwa in München oder den Niederlanden im Jahr 2013 offenbart. Die Nutzen-Risiko-Relation scheint hier eindeutig für die Impfung zu sprechen.

Worüber derartige Zahlen keine Auskunft geben, sind die von Hirte angesprochenen Entwicklungsschäden, für die mit den bisherigen Analysemethoden kein unmittelbarer Zusammenhang zur Impfung hergestellt werden kann, da die notwendigen Langzeitstudien fehlen.
Auf Aspekte dessen geht das Dokument des österreichischen Gesundheitsministeriums ein, indem die Autoren eine mögliche Kausalität von Impfungen und Autismus sowie Allergien in den Fokus nehmen. Das Ergebnis lautet, dass auf der Basis aller seriöser Studien, die bislang diesen Befürchtungen auf den Grund gegangen sind, ein Zusammenhang ausgeschlossen werden kann. (15) Dennoch sollte es Aufgabe der Forschung sein, die neuen Fragestellungen zu berücksichtigen und die von Hirte angesprochenen Langzeitstudien zu starten. Einen ersten Schritt zu einer neuen Auffassung von Schäden in Zusammenhang mit Impfungen geht bereits die WHO, die eine neue Definition für derartige Komplikationen geschaffen hat, die jegliches unerwünschte Ereignis nach einer Impfung berücksichtigt. (14) Diese Definition nennt sich "Adverse Events Following Immunization", kurz AEFI, und die Ergebnisse ihrer Anwendung sind offen zugänglich.

All dies offenbart, was an sich selbstredend ist: Die Forschung wird gerade angesichts der komplexen biologischen Vorgänge im menschlichen Körper nie an einem Endpunkt angelangt sein. Jede Erkenntnis und jede Entwicklungsstufe bedeuten das Auftreten neuer Fragen. Die Aufgabe von ernsthafter Wissenschaft - hier also der Medizin - ist es, diese Fragen ernst zu nehmen und ihnen auf den Grund zu gehen.

Mein Erkenntnisprozess hinsichtlich des Nutzen-Risiko-Verhältnisses sieht wie folgt aus: Der Nutzen, der heute allgemein von Impfungen ausgeht, scheint dem möglichen Schaden durch Impfungen bzw. deren Unterlassung weit zu übertreffen. Ein gewisses Risiko bleibt zwangsläufig bestehen und wird nie beseitigt werden können, weil jede Aktion eine Reaktion hervorruft, die in gewissen Fällen negative Konsequenzen haben kann. Wenn aber einer vorhandenen Gefahr mit einer sehr simplen ungefährlichen Maßnahme vorgebeugt werden kann, spricht nichts dagegen, diese Maßnahme anzunehmen.

Das Fazit
Impfen: Ja oder nein? Das war meine Ausgangsfrage. Auf der Grundlage meiner Recherchen tendiere ich sehr stark zur Befürwortung einer Methode, die - wissenschaftlich erwiesen - mit geringem Aufwand und geringem Risiko dazu führt, gegen bedrohliche Krankheiten zu immunisieren. Dennoch bedeutet dies keine bedingungslose Unterstützung aller Impfempfehlungen, denn eine solche kann es auf seriöser Argumentationsbasis gar nicht geben. Eine Impfung wird in den meisten Fällen die beste Lösung sein, immer aber mit Sicherheit nicht. Angesichts dieser Tatsache halte ich es für richtig, dass inzwischen in Österreich wie auch in Deutschland und der Schweiz die Impfpflicht der Impfempfehlung gewichen ist. So richtig die gesetzliche Impfpflicht zu ihrer Zeit gewesen sein mochte, so wenig entspricht sie heute einer Medizin, die Ursache und Wirkung von Impfstoffen viel differenzierter untersuchen kann als noch im letzten Jahrhundert und nicht zuletzt auch ganzheitlicher auf die individuelle Krankengeschichte einzugehen in der Lage ist. Das eigentliche Problem mit der Impfflicht bestünde aber in der Fundamentalopposition, die sie hervorrufen würde, womit der ideologische Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern in neue Höhen getrieben werden würde - ein Kampf mit keinem Gewinner, nur Verlierern.

Die Ablehnung der gesetzlichen Impfflicht soll aber nicht bedeuten, dass die Frage "Impfen: ja oder nein?" nur individueller Natur wäre. Denn wenn auch die Entscheidungen für oder gegen eine Injektion ausschließlich von uns selbst getroffen wird, so geht die Reichweite dieser Entscheidung über uns als Individuen hinaus. Zwar sind wir nach wie vor Individuen, bewegen uns aber nicht im luftleeren Raum, sondern sind soziale Wesen, die mit anderen Menschen zwangsläufig in Kontakt treten. Wäre dem nicht so, wäre auch die Impfentscheidung obsolet, denn Infektionskrankheiten werden hauptsächlich von Mensch zu Mensch übertragen - ohne diesen Kontakt brauche ich auch keine Impfung. Soll dem ein Riegel vorgeschoben werden, gibt es nur zwei prinzipielle Möglichkeiten: Entweder, die sozialen Kontakte werden massiv eingeschränkt bis ganz abgebrochen, oder es werden präventive Schritte ergriffen. Nachdem der erstgenannte Weg nicht nur einfältig ist sondern in einer globalisierten Welt der hochdifferenzierten Arbeitsteilung auch schier nicht umsetzbar, bleibt nur noch die Alternative der Impfung. Gerade das Beispiel der möglichen Überschwappung der Kinderlähmung auf Österreich zeigt auf, dass dies die einzige realistische Möglichhkeit ist. So fern Syrien auch sein mag, in einer globalisierten Welt hat das, was dort passiert, auch Auswirkungen auf ein kleines mitteleuropäisches Land. Einem gesunden, jungen Menschen mag der Kontakt mit dem Poliovirus nichts anhaben, er kann die Krankheit aber dennoch übertragen, wobei der Krankheitsverlauf bei Menschen mit schwächerem Immunsystem dramatisch sein kann. Eine Impfung schützt also nicht nur den eigenen Körper sondern auch die Menschen, mit denen man - gewollt wie auch ungewollt - in Kontakt kommt. Die Impfentscheidung ist damit auch eine Frage der Verantwortung gegenüber all diesen Menschen. Das führt wieder zurück zur anfangs genannten erforderlichen Durchimpfungsrate von 95%, bei deren Erreichen eine Krankheit erst als ausgerottet gilt. Denn erst dann greift die sogenannte "Herdenimmunität", bei der die Immunisierung der 95% ein Durchdringen eines Virus bis zu jenen, die aus welchen Gründen auch immer nicht geimpft sind, zuverlässig verhindert.

Solange nicht aus welchen Gründen auch immer Einwände gegen die grundlegenden Impfungen bestehen, sollten sie durchgeführt werden - das ist meine Conclusio. Angesichts der generell niedrigen Impfraten in Österreich besteht die Aufgabe aber nicht in der Schaffung moralischer oder gar gesetzlicher Zwänge zur Impfung; vielmehr geht es darum, bestehende Ängste ernst zu nehmen und eine ernsthafte und offene gesamtgesellschaftliche Diskussion darüber zu führen. Nur so wird es gelingen, nicht nur die Impfraten zu steigern, sondern auch zu definieren, welchen Weg das Gesundheitssystem für die Zukunft einschlagen soll.

Interessantes zum Thema:
Video: Impfen - Kleiner Piks mit großer Wirkung (3Sat, u.a. mit Dr. Martin Hirte)


Quellenverweise:
(1) Graf, Dr. Friedrich P., Nicht impfen - was dann?, Sprangsrade Verlag, Ascheberg 2008, S. 12
(2) Ebd., S. 12
(3) Ebd., S. 13
(4) Ebd., S.17
(5) Ebd., S. 97
(6) Ebd., S. 97 & 22
(7) Ebd., S. 98
(8) Ebd., S. 80
(9) Ebd., S. 135
(10) Hirte, Dr. Martin, Impfen Pro & Contra. Das Handbuch für die individuelle Impfentscheidung, Knaur Taschenbuch Verlag, München 2012, S. 61f
(11) Ebd. , S. 64
(12) Reaktionen und Nebenwirkungen nach Impfungen. Erläuterungen und Definitionen in Ergänzung zum Österreichischen Impfplan, Medical Dialogue Kommunikations- und PublikationsgmbH., Kottingbrunn 2013, S. 18
(13) Ebd., S. 2
(14) Ebd., S. 5
(15) Ebd., S 12f

Kommentare:

  1. Hallo, Ihre Schlussfolgerung bzgl. der Wirksamkeit einer Impfung ist in meinen Augen nicht richtig. "Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast". Die Beschreibung wann eine Kinderlähmung eine Kinderlähmung ist wurde kurze Zeit bevor überhaupt mit der Impfung gegen Kinderlähmung begonnen wurde geändert. Und alles was früher noch Kinderlähmung war, wurde dann Meningitis genannt. Durch diesen kleinen Eingriff sinkt natürlich dauerhaft die Anzahl von Kinderlähmungen. Dies hat aber nichts mit dem Impfen zu tun. Dafür steigt dann sofort die Anzahl der Meningitis Fälle. Diese Zahlen sind für Deutschland beim statistischen Bundesamt "Meldepflichtige Krankheiten" einzusehen. Sie haben also bei Ihrer Suche / Überprüfung etwas wesentliches übersehen. Bis heute habe ich noch keine Arbeit gesehen, die die Wirksamkeit einer Impfung belegt. Wo ist der Nachweis für die Wirksamkeit von Impfungen und wo ist der Nachweis das Menschen die geimpft wurden gesünder sind wie Menschen die nicht geimpft wurden. Impfen muss nach einen Nachweisbaren Vorteil haben. Denken Sie mal darüber nach.

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    1. Hallo, vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Laut Ihrer Argumentation würde es sich dabei um einen bloße Umbenennung von Krankheiten handeln. Wie erklären Sie sich dennoch den Zusammenhang der rapide Abnahme von schweren Erkrankungen mit der Einführung von großangelegten Impfprogrammen oder etwa die Zunahme dieser Erkrankungen in Gebieten, in denen die Impfquote zurückgeht? Meningitis-Fälle gibt es in Österreich pro Jahr ca. 100 (Quelle: http://www.oegn.at/patientenweb/index.php?page=meningitis), Fälle von Kinderlähmung sind vor den Impfungen exponential öfter aufgetreten. Einen Zusammenhang kann ich hier also nicht erkennen. Haben Sie eine konkrete Quelle für den Zusammenhang von steigenden Meningitis-Fällen seit der Einführung der Impfung gegen Kinderlähmung? Auf dieser Basis könnte die Diskussion diesbezüglich vertieft werden.

      Bis dahin freundliche Grüße aus Vorarlberg :)

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  2. Sorry , aber ich glaube dass diese unterschiedlichen doch mich etwas verwirrenden Aussagen mich nicht gerade zu einem Befürworter von Impfungen machen ! Es scheint mir wie bei allen Aussagen wie zum Beispiel zur Euro-Krise , oder
    Klimawandel ein System dahinter zu stecken um uns Menschen zu verwirren und so die Wahrheit zu verschleiern . Damit keine klare eindeutige Meinung gebildet werden kann um diese Schandtaten als Lüge bloß zustellen . Somit bleibt dann alles beim alten und wie im Fall der Impfungen die Pharmaindustrie weiterhin ordentlich Geld kassieren kann . Übrigens was ist mit den hochgiftigen Zusätzen in den Impfmitteln wie zum Beispiel Quecksilber was unter einem anderen Namen deklariert wird betreff der Schweinegrippe Impfung ? Ich möchte nicht wissen was die Pharmaindustrie noch so alles in ihre Impfcocktails mischt !!! Ich möchte nicht wissen was für Spätfolgen die verschiedenen Impfungen die ich als Kind bekam noch auf mich haben werden !
    Krebs , oder Alzheimer oder oder oder ...... ?

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    1. Schönen guten Abend,
      Danke für Ihre Rückmeldung. Die Motivation, diesen Artikel zu verfassen, lag in den von mir vergeblich gesuchten offenen Zugängen zu einer Thematik, die mit den Fundamentalgegensätzen "gut" und "böse" schwer zu erfassen ist. Um dies zu gewährleisten, habe ich versucht, jeden meiner Gedankengänge transparent und nachvollziehbar zu dokumentieren. Mein Ziel war insofern nicht primär, die Leser des Artikels zu überzeugen, sondern durch meinen persönlichen Erkenntnisprozess auch bei den Lesern einen Nachdenkprozess anzustoßen: Die Schlussfolgerungen, die Sie aus MEINEM Erkenntnisprozess ziehen sollen, sind immer noch Ihre eigenen. Insofern fühle ich mich nicht angesprochen, wenn Sie von einem "System" sprechen, dessen Ziel die Verwirrung der Menschen und die Verschleierung der Wahrheit ist. Meinen Beitrag verstehe ich im Gegenteil als Initiative dazu, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen und alle offenen Fragen hinsichtlich einer präventiven medizinischen Methode, die ich persönlich grundsätzlich für richtig halte, mit Mitteln der Wissenschaft zu klären.

      Beste Grüße!

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    2. Ich weiss nicht , ob ich nicht doch einen furchtbaren Fehler gemacht habe und etwas Ungeheures geschaffen habe ! Edward Jenner , kommerzieller Vater der Impfungen (1749-1823)

      Eine Wissenschaft , die nicht so einfach ist , dass man sie auf der Strasse jedem erklären könnte , ist nicht wahr . Max Planck , deutscher Physiker (1858- 1947)

      Warum empfiehlt die amerikanische Ärzteschaft eine Aufhebung der Impfpflicht ? Wussten Sie , das zum Beispiel Masernausbrüche sich in den letzten 10 Jahren fast ausnahmlos an zuvor Geimpften ereignet haben ?
      Obschon seit über 200 Jahren geimpft wird , ist uns bis heute die Medizin den Nachweis der Wirksamkeit der Impfungen schuldig .
      Zum Beispiel haben viele Eltern und Mütter in Salburg und Oberöstereich die Behörden aufgefordert , ihnen doch einen wissenschaftlichen Beweis dafür zu liefern . Dieser wurde leider NIEMANDEM zugesandt weil es auch KEINEN gibt !!! Für viele hört sich das unglaublich und unbegreiflich an , aber es stimmt .
      Die Verantwortung trägt jeder selber , NICHT die Ärzte !

      MfG. Lichterhimmel .

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    3. Guten Abend,
      die Zitate sind interessant - aber eben nur Zitate. Ihre Aussage bezüglich der Masern ist offensichtlich falsch: Tatsache ist, dass Masernausbrüche in den letzten Jahren aufgrund sinkender Impfquoten zugenommen haben und für nicht geimpfte katastrophale Folgen haben können - siehe etwa: http://www.welt.de/gesundheit/article121367195/Masernepidemie-fordert-erstes-Todesopfer.html . Was die Wirksamkeit von Impfungen angeht, verweise ich auf meine Anmerkungen dazu im obenstehenden Blogartikel.

      Beste Grüße,
      Lukas Riepler

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  3. Toller Bericht! Besonders gut gefällt mir, dass beide Seiten untersucht werden. Ich persönlich bin jetzt auch nicht davon überzeugt, dass jede Impfung notwendig ist (z.B. Grippe), aber ich bezweifle nicht die generelle Wirksamkeit von Impfungen und stimme Ihnen in Ihrem Fazit durchaus zu.

    Guten Rutsch
    Timo

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    1. Hallo,
      herzlichen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung.

      Liebe Grüße!

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  4. Armselige und durchsichtige Impfpropaganda...

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  5. Das ist einer der besten Texte die ich zum Thema gelesen habe. Danke für die aufrichtige Recherche. Sie haben damit auch meinen persönlichen "Erkenntnisprozeß" erleichtert.

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    1. Danke für diesen großartigen Bericht! Wir haben uns dafür entschieden, dass unsere Tochter alle empfohlenen Impfungen erhalten soll. Leider wollen manche Menschen diese wichtige Entscheidung nicht akzeptieren und versuchen uns zu beeinflussen, dass wir es nicht tun ... Gerade Ich habe dann schon daran zu beißen, wenn mir Verwandte vermitteln, ich würde meiner Tochter schaden, weil Impfungen viel gefährlicher seien, als sie nützlich wären. Texte wie dieser machen mir Mut, diesen für uns richtigen Weg weiter zu gehen und stärken mich den Gegenargumenten selbstbewusster gegenüber zu treten. Danke!

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    2. Hallo "Anonym",
      vielen Dank für diese erbauende Rückmeldung - ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute :)

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  6. 2. Versuch, hoffe es klappt diesmal.

    Ein durchdachter und gut recherchierter Text. Zwischendurch habe ich schon überlegt, ob ich ihn überhaupt zu Ende lesen soll, da mir bei den Meinungen der Impfgegner übel wird.
    Auch wenn ich mir die Kommentare anschaue, bin ich wirklich besorgt um die naturwissenschaftliche Bildung der Österreicher - so schwer zu verstehen ist es ja wirklich nicht, wie eine Impfung funktioniert.

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    1. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Meiner Ansicht nach ist das Wichtigste eine breite öffentliche Diskussion zum Thema. So wird einseitigen Positionen am ehesten vorgebeugt.

      Liebe Grüße :)

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  7. Wow und danke Lukas für diesen sehr ausführlichen Artikel. Wie Du schon richtig angemerkt hast, es ist für viele eine ideologische Frage. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis die Frage stelle, wer sich den gegen die Grippe geimpft hat, bekomme ich jedes Jahr dieselben Schauergeschichten zu hören. Der eine bekam nach der Impfung angeblich direkt eine Grippe, dem anderen schwoll der Arm an und tat mehr als ein Woche weh und das sind jedes Jahr auch dieselben Personen über die berichtet wird. Außerdem hat ja auch jeder schon eine Grippe gehabt. Ich liebe das, denn dann erkläre ich den Leuten mal den Unterschied zwischen einer Erkältung und einer Grippe, den das wird leider immer wieder gerne verwechselt. Ich selber hatte mit Mitte 20 eine Grippe und seither weiß ich was eine Grippe ist und lasse mich deshalb nunmehr seit 18 Jahren jedes Jahr dagegen impfen. Lediglich den Schwachsinn mit der Schweinegerippe habe ich nicht mittgemacht. Und zwar deswegen, weil ich halt für eine Impfung keinen Zettel unterschreibe, worin ich den Hersteller von der kompletten Haftung freispreche. Da setzt dann einfach mein gesunder Menschenverstand etwas ein. Also ich lasse mich nicht gegen alles impfen, bin aber der Meinung, bei einigen Impfungen ist der Nutzen größer als der Schaden. Ach ja, ich habe bei meinen 18 Grippeschutzimpfungen bisher gar keine Nebenwirkungen gehabt, obwohl mein Immunsystem durch meinen Diabetes Typ-1 geschwächt ist. Nein liebe Impfkritiker, den Diabetes hatte ich schon bevor ich mit den Grippeschutzimpfungen angefangen habe :-)

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    1. Hallo Lars,
      vielen Dank für diesen freundlichen Kommentar :) Deine Ausführungen zur Grippe-Impfungen sind interessant, vor allem auch deshalb, weil die Diskussion darüber nie wirklich geführt wurde. Deshalb wohl sind die Positionen zu dieser speziellen Impfung meist besonders gegensätzlich. Egal, wie man zur Impfung steht: Alleine schon die (auch von mir festgestellte) Tatsache, dass Erkältungen oft als "Grippe" bezeichnet (und wahrgenommen) werden, zeigt klar und deutlich das noch fehlende Bewusstsein für diese Krankheit.

      Liebe Grüße!

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  8. Hallo, Sie haben in Ihrer Recherche eine Sache scheinbar komplett übersehen. Die Nebenwirkungen werden, sogar laut dem Paul-Ehrlich-Institut nur zu ca. 5% überhaupt gemeldet. Da die Zahl geschätzt ist, und viele Mütter, wie auch ich selbst, die Erfahrung machen mussten, daß die Ärzte einen Zusammenhang mit einer Impfung von vornherein ausschließen trotz eines eindeutigen zeitlichen Zusammenhangs mit der Impfung, gehen Kritiker davon aus, daß noch weniger tatsächlich gemeldet werden. Wenn Sie dies in Ihrer Berechnung berücksichtigen würden, so kämen doch ganz andere Zahlen an Nebenwirkungen, auch speziell der Enzephalitis, dabei heraus.

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    1. Guten Tag,
      Danke für Ihren Kommentar. Ich möchte Ihnen kurz erklären, warum ich aus meiner Sicht den von Ihnen aufgeworfenen Aspekt nicht "übersehen" habe.

      Die Frage der Impf-Nebenwirkungen ist tatsächlich auch eine Frage der Wahrnehmung. Die diesbezüglichen Zusammenhänge zwischen Impfung und einer darauf folgenden Erkrankung sind aber auf jeden Fall ein zweischneidiges Schwert: Einerseits werden - wie Sie bereits erwähnen - mit Sicherheit nicht alle möglichen Kausalitäten wahr- bzw. ernstgenommen. Mit derselben Sicherheit aber werden aber auch Nebenwirkungen bzw. Schäden registriert und katalogisiert, die in Wirklichkeit nie einen Zusammenhang mit der entsprechenden Impfung hatten. Die Pharmaindustrie geht heute im Normalfall mit der Problematik von nicht eindeutig zuordenbaren Schäden anders um, als im ersten Moment vielleicht anzunehmen ist: Ist ein Zusammenhang zwar nicht bewiesen aber auch nicht mit absoluter Wahrscheinlichkeit auszuschließen, werden die Nebenwirkungen in die Gebrauchsinformation des entsprechenden Impfstoffes aufgenommen - und zwar ganz einfach zur rechtlichen Absicherung. Die Beurteilung dieser Vorgehensweise ist eine andere Frage.

      Zentral in diesem Zusammenhang ist die im Artikel erwähnte Methode der "Adverse Events Following Immunization" der UNO, die eben sämtliche Folgeerscheinungen nach Impfungen registriert. Das halte ich für den korrekten Schritt zur Schaffung einer noch qualifizierteren Basis zur wissenschaftlichen Auswertung einer möglichen Kausalität. Bloße "Vermutungen", die nur aus Ängsten oder Vorbehalten resultieren, sind hier kontraproduktiv. Im Gegensatz dazu weisen seriöse, wissenschaftliche Studien auf vollkommen entgegengesetzte Ergebnisse zu den teils stark geschürten Ängsten hin - bleiben wir beim Beispiel der von Ihnen angesprochenen Enzephalitis. Wie ich bereits in meinem Artikel erwähne: Die Wahrscheinlichkeit, aufgrund der Impfung eine Enzephalitis zu bekommen, ist kleiner als 1:1.000.000. (Siehe Reaktionen und Nebenwirkungen nach Impfungen. Erläuterungen und Definitionen in Ergänzung zum Österreichischen Impfplan, Medical Dialogue Kommunikations- und PublikationsgmbH., Kottingbrunn 2013, S. 18)

      Insofern habe ich die von Ihnen erwähnte Frage der Wahrnehmung von Nebenwirkungen zwar nicht ausdrücklich erwähnt, dennoch wird sie hinsichtlich der Herausarbeitung der Bedeutung der "Adverse Events Following Immunization" implizit beantwortet und insofern in mein Fazit miteinbezogen.


      Beste Grüße aus Lauterach!

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  9. Vielen Dank Herr Riepler, dass Sie sich so viel Mühe gemacht haben und Informationen und Fakten gesammelt und diese zur Diskussion zur Verfügung gestellt haben. Ich könnte die Diskussion mit weiteren eigenen Erfahrungen in Informationen ergänzen, aber sie würden zum selben Ergebnis führen, wie alle anderen.

    Folgende Fragen stellen sich mir trotz all dieser vielen und wertvollen Beiträge weiterhin:

    - Weshalb gibt es keine Langzeitforschungen?
    - Weshalb ist "Impfen" in der medizinischen Ausbildung kein Unterrichtsfach?
    - Weshalb werden praktizierende/impfende Ärzte nicht verpflichtet, an (bis anhin noch nicht vorhandenen) entsprechenden Weiterbildungen teilzunehmen?
    - Aber vor allem! Weshalb verlassen sich praktizierende (Krankenhaus-)Ärzte rein auf die Empfehlungen der Pharmazie?

    Das weiß ich aus einem persönlichen Gespräch mit einem Arzt vom LKH Feldkirch. Es ging um die Abschaffung einer Hormonuntersuchung seit letztem Jahr, ohne die der Gesundheitszustand der beteiligten Organe gar nicht mehr festgestellt werden kann. Jedoch der Wert des Depot-Hormons (nur das wird noch untersucht) der Pharmazie den Verkauf ihres Medikamentes sichert. Ich hatte mich vorher genauestens erkundigt, da ich betroffen bin und auch eine mehrfach empfohlene Hormoneinnahme bis heute verweigere, da ich keine Symptome habe. Diese Hormone werden übrigens bei dieser Erkrankung sehr oft nur verschrieben, damit die Patienten wissen, dass sie regelmässig zur Kontrolluntersuchung kommen müssen, da die Krankheit keine großen Probleme, vor allem aber keine Schmerzen verursacht.

    Die entsprechenden Informationen dazu hatte ich dabei und sie dem Arzt zu lesen gegeben. Er hat sie sehr interessiert durchgelesen, welche Funktionen beide Hormone haben und bestätigt, was da geschrieben stand.

    Auf meine Frage: "Weshalb wird dann gerade auf diese Untersuchung verzichtet?", hat er mich eine Zeit lang stumm angeschaut und dann ehrlich geantwortet: "Die Pharmazie hat uns das empfohlen. Hinzu kommt, dass die Untersuchung dieses Hormons zweimal gemacht und von zwei unterschiedlichen Labors untersucht werden muss um sicherzustellen, dass die Funktionalität des Organs korrekt festgestellt worden ist. Es ist deshalb eine sehr teure Untersuchung und im Gesundheitswesen muss gespart werden." Auf meine erschrockene Frage hin: "Sie als praktizierende und erfahrene Ärzte verlassen sich rein auf die Empfehlungen der Pharmazie?!", hat er geantwortet: "Wir machen ja keine wissenschaftlichen Arbeiten, das macht die Pharmazie." Tja, so wie es zumindest bei diesem Thema aussieht, wird bei der Gesunderhaltung oder -werdung des Patienten gespart, damit die Pharmazie weiterhin versorgt werden kann. Deshalb stehe ich diesem Gesamtsystem äußerst kritisch gegenüber.
    Den praktizierenden Ärzten, die unter ständigem Druck stehen, ist dazu kein Vorwurf zu machen. Den Verantwortlichen in der Krankenhausverwaltung und der zuständigen Politik jedoch schon. Die wissen bzw. müsten darüber bestens Bescheid wissen und ihre Aufgabe wäre es, das zu korrigieren. Bis dahin erfüllen sie meines Erachtens ihren politischen Auftrag nicht, oder vor allem im Sinne der Profiteure.

    Wir wissen, wie unsere Handys, PC´s, Fernseher und iPad´s funktionieren. Wissen wir annähernd so viel über unseren eigenen Körper? Wenn wir verstehen, wie er funktioniert, wird es wahrscheinlich leichter für sich eine Impfentscheidung zu fällen. Es gibt tolle Bücher über das Immunsystem und wie es arbeitet. Ein Buch, das mir dazu sehr gefallen hat ist: "Gegen Viren wehren - Nur Ihr Körper kann es - so helfen Sie ihm dabei." ISBN: 3-405-14250-4. Die Funktionalität des Immunsystems wird hier auf leicht verständliche und nachvollziehbare Weise erklärt. Auch wie das mit den Antigenen und Antikörper funktioniert.

    Gabriele Ammann

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    1. Sehr geehrte Frau Ammann,
      sie verwechseln hier leider zwei Grundliegende Dinge. Pharmazie und "Pharma-Konzerne"(oder ähnliche Namen).
      Die Pharmazie ist eine Wissenschaft, kein Konzern oder sonstiges und verfolgt so erst mal keine wirtschaftlichen Interessen (einzelne Pharmazeuten vielleicht schon, aber generell nicht. Das sind Forscher, die neue und alte Medikamente untersuchen, versuchen die Dosis zu optimieren, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten anschauen und eben schauen ob sie über die Jahre hinweg ihre Therapie vielleicht effizienter/angenehmer/günstiger oder sonst wie verbessern können.

      Wenn ihr Arzt sagt, die Pharmazie empfiehlt etwas heißt das wahrscheinlich, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse gezeigt haben, dass diese Untersuchung keinen nutzen bringt.

      Und leider funktioniert das ganze mit den Antigenen und Antikörpern auf den ersten Blick zwar wirklich sehr einfach, aber je länger sie sich mit der Materie beschäftigen, desto komplexer wird das ganze. Leider wissen wir noch nicht annähernd genug über das menschliche Immunsystem, aber genau aus diesem Grund arbeiten viele (tausende) Mediziner, Biologen, Chemiker und andere Wissenschaftler unermüdlich daran, das Immunsystem genauer kennen zu lernen.

      Aber auch wenn unser wissen begrenzt ist, das was wir wissen deutet auf einen klaren nutzen der Impfungen hin. Mit ihrem Antigen-Antikörper Hinweis sind sie da ganz auf der richtigen Spur. Bei einer Krankheit erkennt unser Körper fremde Moleküle auf der Oberfläche der Erreger (Antigene) und bildet Abwehrmoleküle (Antikörper) gegen diese Antigene. Bei einer Impfung bekommt das Immunsystem etwas angeboten, dass dem Erreger ähnelt, ohne die betroffene Krankheit auszulösen. Das können abgeschwächte oder abgetötete Erreger sein oder auch nur Bruchstücke des Erregers. Wieder sieht der Körper etwas fremdes und bildet Antikörper gegen diese Antigene. Beim Kontakt mit der Krankheit erinnert sich der Körper an die Impfung und produziert die Antikörper, an die er sich erinnert.

      Und zu ihrer Frage, warum sich Krankenhausärzte rein auf die Empfehlungen der Pharmazie (ich nehme an sie meinen wieder die Pharmakonzerne) berufen: Kein Arzt tut das. Man beruft sich auf wissenschaftliche Ergebnisse. Einiges kommt nun mal leider von den Pharmakonzernen, da die natürlich viel Geld für Forschung haben. Aber gerade nachträgliche Therapieanpassungen können nur über klinische Beobachtungen erfolgen und die laufen meistens über Unikliniken, die relativ unabhängig von der Pharmaindustrie sind. --> Die Wissenschaft findet etwas, was den Patienten helfen kann und die Ärzte wenden eben dieses an.

      Ich hoffe ich habe zumindest einige ihrer Fragen verständlich beantworten können.

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    2. Liebe Frau oder Herr Anonym!

      Danke für Ihre Differenzierung von Pharmazie und Pharmaindustrie.

      Was mich schon sehr verwundert ist die Tatsache, dass Sie sich nicht getrauen, mir unter Ihrem Namen Ihre Meinung bekannt zu geben.

      Gerade gestern konnte ich eine Doku im Fernsehen verfolgen, der Ihre Aussage in Absatz 2 bezüglich Pharmazie nur teilweise, bestätigt. Auftraggeber scheint nur die Pharmaindustrie zu sein bzw. die verantwortlichen Politiker ignorieren offensichtlich Ihre Arbeit zugunsten derselbigen. Hier ist der Link zur Doku: "Teure Tabletten"

      http://www.youtube.com/watch?v=AT8pTmwch6s

      Aber wenn ich hier nun einen Experten zur Verfügung habe, bitte ich Sie höflich, mir detailliert die Funktionen der Schilddrüsenhormone T3 und T4 zu erklären und weshalb die Pharmazie den Ärzten empfohlen hat, das Hormon T3 nicht mehr zu untersuchen.

      Vielen Dank

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    3. Guten Tag Frau Ammann,
      vielen Dank für Ihren sehr engagierten Beitrag. Eine produktive Diskussion zeichnet sich darin aus, dass die richtigen Fragen gestellt werden - und genau das machen Sie. Ich habe im Rahmen meiner Recherchen mit Ärzten gesprochen, die den Eindruck bestätigen, dass Informationen zu Impfungen im Rahmen des Medizinstudiums nicht sonderlich ausführlich vermittelt werden. Dass sich Ärzte aber an Ergebnissen aus der Pharmazie orientieren sehe ich als notwendig an. Die Pharmazie ist - wie "Anonym" auch betont - die Wissenschaft von Arzneimitteln. Gäbe es etwa "Impfen" als Unterrichtsfach in der medizinischen Ausbildung (wie Sie zu recht fordern), würde dieses natürlich auf die Ergebnisse der Pharmazie zurückgreifen müssen. Wäre das anders, müsste die Qualität dieses Unterrichts hinterfragt werden. Als problematisch empfinde ich eher, dass es eben diesen Unterricht oder auch die verpflichtenden Weiterbildungen nicht gibt. Damit fehlt ein wichtiger Ort, an dem Bildung und Erfahrungsaustausch genau jener Personen stattfinden würde, die tagtäglich Impfungen durchführen und damit vielfach auch mit der Angst der Patienten konfrontiert werden.
      Die Frage, warum es diesen Ort eben nicht gibt, mag viele Antworten haben. Eine davon ist wohl, dass der Erfolg gewisser grundlegender Impfungen dazu verleitet hat, eine gewisse Ignoranz gegenüber generellen Ängsten gelten zu lassen. Dass aber gerade das dazu führt, die Diskussion über Impfungen zu polarisieren, emotionalisieren und zu polemisieren beweist, dass gerade bei einem so komplexen Thema wie "Impfungen" ein offener und transparenter Zugang allein die Basis einer qualifizierten öffentlichen Diskussion darüber sein kann.

      Beste Grüße,
      Lukas Riepler

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  10. Hallo Herr Riepler, grundsätzlich finde ich Ihre Gegenüberstellung als Grundgedanken gut, aber dann sollte er auch zu Ende geführt werden. Ich spreche hier nochmals ganz bewusst die Adjuvantien in div. Impfstoffen an, wie zB Thiomersal (44%ige Quecksilberverbindung), Aluminiumbestandteile, Formaldehyd, Hühnereiweiss usw.! Edward Jenner - Impfvater - gewann damals seinen Impfstoff aus Pockeneiterblasen. Laut seiner These - auf die bis heute noch die Impftheorie gestützt ist - haben die reinen Erreger in abgeschwächter Form dazu beigetragen, eine Immunisierung bei dem Impfling herzustellen (obgleich er seinen Sohn damit umgebracht hat). Zu Jenners Zeiten gab es keine Adjuvantien wie Formaldehyd, Thiomersal oder Aluminiumverbindungen. Die heutige Pharmazie behauptet aber, dass eine Impfung ohne diese Adjuvantieren gar nicht funktionieren könne? Wie soll man sich das erklären? Hat der Jenner also damals doch gelogen oder seinen Misserfolg mehr oder minder erfolgreich vertuschen können? Wenn Jenner aber Recht hatte, was will die Pharmazie dann mit den ja dann überflüssigen Adjuvanzien erzielen? Was hat es mit unserer immer größeren werdenden Anzahl an Demenzkranken und den nachweislichen Aluminiumablagerungen in deren Hirnen auf sich? Wie kommt das dorthin - vorbei an sämtlichen natürlichen Abwehrstoffen vorbei, wenn nicht durch eine Direktgabe von Aluminium in den Körper? Aluminium kann bekanntermaßen nicht im Körper abgebaut werden. Somit scheint unser Hirn eine Art Mülldeponie für Schwermetalle in unserem Körper zu sein. Die Umwelttheorie lass ich da wirklich nicht gelten ( Alutöpfe, aus denen wir essen, Aludeo (sicherlich erwiesenermaßen nicht ganz unschuldig an Brustkrebstumoren im Achselbereich). Dann das Formaldehyd - über welches wir uns noch vor einigen Jahren furchtbar erregt haben, als herauskam, dass es in hohen Mengen in Möbelstücken sämtlicher Art gefunden wurde. Es gibt mittlerweile für allesmögliche eine Deklarationspflicht - weshalb aber darf die Pharmazie Bestandteile ihrer Impfstoffe als "Betriebsgeheimnis" wahren? Ist es nicht unser gutes Recht zu erfahren, was da genau in uns hineingespritzt wird? Und weshalb ist es auch im Jahr 2014 unüblich, Patienten den Impfstoff Beipackzettel auszuhändigen, obgleich dieser zB bei jeder Aspirin ja auch frei zugänglich ist. Wieso ist da diesbezüglich wenig Transparenz möglich und was will man mit wenig Transparenz bezwecken? Wieviel Interesse haben die Pharamkonzerne denn tatsächlich an einer durchweg gesunden Menschheit? Keine Industriemacht sägt an seinem eigenen Ast, oder? Selbstverständlich dürfen eingebaute Krankmacher nicht von heute auf morgen ihre Wirkung zeigen, dass wäre ja zu offensichtlich. Aber eine kleine Dosis über Jahr oder Jahrzehnte hinweg ist wenig bis gar nicht belegbar und kann dann idealerweise noch auf Umwelteinflüsse geschoben werden. Das sind alles Fragen, die sich mir stellen, wenn ich das für und wieder abwäge.

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    1. Guten Tag,
      Danke für Ihren Beitrag. Die tatsächliche schädliche Wirkung durch die von Ihnen genannten Stoffe konnte bislang noch nicht belegt werden und werden von der Forschung aus heutiger Sicht ausgeschlossen (siehe den Link bei Fußnote 12). Dass hier noch einige Fragen offen sind, steht außer Frage, dennoch ist der Vergleich zwischen gewissen Stoffen in Impfungen und gewissen Stoffen etwa in Möbelstücken mit Sicherheit nicht zulässig, da die jeweilige Konfrontation des Körpers mit eben diesen Stoffen in Sachen Häufigkeit und Dosierung eine vollkommen andere ist.

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    2. Diejenigen, die für die Unbedenklichkeit des Aluminiums theologisch - "ich glaube" - eintreten, mögen doch einen Link zu einer Internetquelle anführen, wo wir eine Studie nachlesen können, dass Aluminium wirklich unbedenklich wäre. Spannend finde ich die Oberflächlichkeit mancher Ärzte: Da wird doch allen ernstes behauptet, dass man mit der Nahrung größere Mengen Aluminium als mit der Spritze aufnähme. Ja, das mag stimmen, aber mit der Nahrung bleibt das Alu im Magen und kommt nicht direkt in die Blutbahn.

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  11. Hallo Herr Riepler
    Ich habe mir ihren interessanten Beitrag und die noch interessanteren Kommentare durchgelesen und mir meine Gedanken dazu gemacht, hätte jetzt also noch ein paar Fragen.
    -Woher wissen wir, dass die Pharmazie (die Wissenschaft der Medikamente, nicht die eng verwandte Pharmaindustrie, die mit den Medikamenten dann Geld verdient) uns nicht anlügt, wenn sie uns sagt, dass die Impfstoffe keine Nebenwirkungen wie Autismus oder Demenz haben? Wenn ich lese, dass "die heutige wissenschaftliche Medizin solche Zusammenhänge ausschliesst", dann habe ich grosse Vertrauensprobleme. Gibt es etwa nicht Dutzende von Beispielen, bei denen wir von ebendiesen Branchen angelogen wurden? Ich habe einfach das Gefühl, dass wir, die Normalsterblichen, nicht die Hälfte davon wissen, was hinter den Kulissen abläuft. Was sich einzelne Mediziner, Biochemiker, etc. leisten, bestärkt mich nicht gerade in meinem Vertrauen.
    -Deshalb kann ich auch ihrem Argument nicht ganz folgen, dass die Medizin sagt, dass diese Nebenwirkungen nicht existieren. Sie setzen hier einfach einen Punkt. Aber für mich müsste hier ein Fragezeichen stehen, denn haben Sie etwa schon einmal eine Langzeitstudie gesehen, die das belegt? Ich habe noch nicht einmal von einer gehört.

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    1. -Ich muss zugeben, dass ich allgemein etwas gegen die Schulmedizin habe. Ich würde niemals eine Krankheit NUR von einem Schulmediziner behandeln lassen (dazu zähle ich keine Brüche oder offene Wunden, aber sehr wohl Bandscheibenvorfälle oder Kreuzbandrisse). Diese Überzeugung rührt teilweise von den negativen Erfahrungen die ich mit der Schulmedizin gemacht habe (allerdings nicht an mir selber, es ist bloss, dass alle, die ich kenne, die schulmedizinisch behandelt wurden, irgendeine Komplikation erlitten haben. Ich dagegen wurde immer nur homöopathisch, naturmedizinisch und chiropraktisch behandelt (Ausnahme war Nähen einer Wunde, Notfalluntersuchungen) hatte bloss eine Kinderkrankheit (Scharlach) und verhältnismässig wenige sonstige Infekte, bin auch gar nicht geimpft und hatte bei keiner meiner Krankheiten irgendwelche Langzeitfolgen. Wie gesagt unterscheidet mich das von meinen schulmedizinisch behandelten Bekannten.), aber auch von den in meinen Augen fragwürdigen Methoden, die die Schulmedizin in gewissen Dingen betreibt. Da wäre einmal das altbekannte Beispiel der Chemotherapie. Ich muss zugeben, ich weiss bei weitem nicht genug über dieses Thema. Aber ich weiss, dass mein Heilpraktiker (also sozusagen mein Hausarzt) schon zwei Krebskranke heilen konnte, ohne dass er ihnen ein Gift verabreichen musste. Die Schulmedizin hält so etwas doch gar nicht für möglich, sonst würde sie ja auch auf Naturheilpraktik umsteigen, oder?
      -Weshalb sollte ich mir (wenn es denn auch nur kleine Dosen sind) Schwermetalle in meinen Körper spritzen lassen? In diesem Fall ist es mir so schnurzpiepegal was alle diese studierten Wissenschaftler sagen. Ich kann nicht glauben, dass es auf Schwermetall in meinem Körper nicht ankommt. Überall wird ein Drama um die Nanopartikel gemacht, um die Abgase, um das Rauchen und so weiter, aber bei Impfungen wird mir das unter meine Haut gespritzt und plötzlich soll es egal sein?! Das glauben die doch wohl selber nicht.
      -Und das ist genau mein Problem. Es wird sich überall widersprochen, und trotzdem soll Vertrauen haben und die Medizin ihre Nadel ansetzen lassen? Nicht mit mir. Die Medizin denkt immer, dass sie allwissend ist. Jetzt zum Beispiel sagt sie, dass sie WEISS (nicht GLAUBT, was eigentlich besser formuliert wäre) dass Impfungen keine Langzeitschäden (beziehungweise fast keine) bewirken. Und ich sage: Ich lasse mich lieber von Mutter Natur umbringen und verkrüppeln, als von der scheinheiligen Schulmedizin, die jedem aufbindet, alles zu wissen (nur um sich 20 Jahre später einen fatalen Fehler einzugestehen) und alle heilen zu können.
      -Es heisst immer "der ist Arzt, er weiss, von was er redet, der hat das studiert", aber eigentlich, weiss er immer nur, was er studiert hat. Er ist nicht allwissend. Er kennt nicht die Auswirkung von genau diesem Impfstoff auf genau diesen Körper. Schulmedizin baut auf ihre Laborergebnisse, aber die Wirklichkeit ist nicht isoliert und keimfrei. Und Ärzte sind keine Heiligen, keine "Götter in Weiss" sondern Menschen wie wir.
      -Vertrauen wir also nicht einfach blind auf das was uns die Medizin sagt. Beginnen wir, wieder selber zu denken. Informationen anzufordern, wo wir können. Verlassen wir uns nicht einfach auf eine Autorität, die uns oft genug angelogen und im Stich gelassen hat.

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    2. - Und schlussendlich müssen wir versuchen, zu akzeptieren, dass wir sterben müssen. Unser Instinkt sagt uns, dass wir alles tun sollen, um Leben zu erhalten. Doch auf Dauer zerstören wir uns damit selbst. Es ist immer traurig und schwer zu verstehen, wenn jemand eine schwere Krankheit erleidet und diese Krankheit nicht unbeschadet oder gar nicht übersteht. Aber unser jetziges Alles-Heilen-Wollen wird die Natur dazu zwingen, immer schlimmere Viren hervor zu bringen. (Mutationen in Impflaboren..? Was sagt uns das?) Das ist möglicherweise auch, was dieser Herr Graf in seinem Buch sagen wollte. Wir sind, auch wenn viele das nicht wahr haben wollen, grösstenteils von unseren Urinstinkten gelenkt. Ich könnte unzählige Beispiele bringen; da wäre zum Beispiel unser soziales Verhalten. Wir Leben bis heute in gesellschaftlichen Schichten, wie Wölfe in einem Rudel, oder nicht?
      -Auch wenn ich jetzt ziemlich weit ausgeholt habe: Das alles sind Gründe, warum ich gegen Impfung bin. Und ich werde Leute, die dafür sind, wohl niemals verstehen können. Auch wenn es ein sehr gut recherchierter Beitrag Ihrerseits war, Herr Riepel ;)
      LG

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  12. Ich habe Ihren Artikel mit Interesse gelesen.
    Seit über einem Jahr recherchiere ich sowohl auf "Pro-Impf-Seiten" als auch auf "Gegen-Impfen-Seiten". Ich konnte mich bisher keiner Seite eindeutig zuordnen, da beide Seiten gute Argumente haben. Ich teile weitgehend die Auffassung des auch von Ihnen erwähten Dr. Martin Hirte, während mir Graf und andere auch zu dogmatisch sind. (Obwohl ich sehr wohl ein Kind habe, das im Familienbett schläft bis über den 2. Geburtstag hinaus gestillt wurde und erst ab 3 in eine Kita gehen soll ;-))

    Im Prinzip haben beide Seiten für mich gute und nachvollziehbare und auch angreifbare Argumente. Dieser Lehre des "es gibt keine Krankheitserreger, daher kann man sich auch nicht anstecken, daher kann eine Impfung nicht schützen", der viele Impfgegner anhängen glaube ich nicht. Ebenso wenig wie den Paranoiden, die Impfen ans gewollte Bevölkerungsdezimierung bezeichnen usw.

    Trotzdem lässt sich ja nicht leugnen (siehe Hirte), dass manche Imfungen Probleme nur verschieben. Entweder erfolgt dann eine Infektio eher im späteren Lebensalter (Winpocken, Masern) oder aber es erfolgt stattdessen häufiger eine Infektion mit anderen Erregern. Bei Pneumokokken impft man inzwischen gegen 13 Stämme. Geimpfte erkranken tatsächlich seltener an diesen 13 stämmen, dafür aber häufiger an anderen Stämmen, so dass die Zahl der Gesamtpneumokokkeninfektionen mit und ohne Impfung gleich ist. wo ist da ein Gewinn? Zumal es auch bei den Nichtimpfbaren sehr gefährliche gibt...

    In Ländern der dritten Welt zeigte sich in einer groß angelegten Studie, dass nach Tetanusimpfprogrammen zwar weniger Kinder an Neugeborenentetanus erkrankten und starben, tatsächlich 2 Jahre später aber gar keine unterschiedliche Überlebensquote zwischen Geimpften/Ungeimpften mehr bestand. Im Gegenteil starben von den geimpften kindern mehr an anderen Krankheiten als von den ungeimpften, die kein Tetanus bekommen hatten.

    Naja in wie weit das hierher übertragbar ist sicher fraglich aber auch nicht fraglicher als die Übertragung der Rückgänge der Krankheiten durch Impfungen aus viel frhüheren Zeite mit ganz anderen Lebenbedingungen.

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  13. Natalie (weiter)14. April 2014 um 21:07

    Was wissenschaftliche Studien zu Wirksamkeiten betrifft hat die Gegnerseite natürlich wenig vorzuweisen, die Befürworterseite allerdings mehrere.Wie Sie wissen ist viel davon gesponsort. die beziehen sich letztlich auf eine unabhängige Studie. Soweit so gut. Ich habe jedoch 5 Jahre selbst als Wissenschaftlerin gearbeitet und weiß, wie man die Ergebniss ebekommt, die man möchte. Und man "möchte" nicht nur weil man dafür bezahlt wird, man möchte auch im Eigeninteresse etwas rausbekommen. Denn als Wissenschaftler lebt man davon, dass eigene Artikel publiziert werden. Und Fachjournals publizieren nunmal in der Regel nur Artiel, die Effekte beschreiben, sprich bei denen eine Hypothese (Gruppe 1 und Grupe 2 unterscheiden sich) bestätigt wird. Kaum eine Fachzeitschrift publiziert einen artikel, in dem die H1 verworfen und die H0 beibehalten wird (das bedeutet, in dem ein prognostizierter Guppenunterschied nicht inferenzstatistisch bewiesen werden konnte) Die führt gerade im bereich der Medizin dazu, dass über die Hälfte aller Artikel gar nicht erst veröffentlicht werden! Sprich den Studien, die die Wirksamkeit von Impfunen belegen mögen eventuell doppelt so viele gegenüber gestanden haben, die die Wirksamkeit nicht belegen - die aber nie publiziert würden.Nicht wegen der bösen Pharma - sondern weil wissenschaft eben so funktioniert...

    Alles in allem Stimme ich Ihnen zu, dass Impfen bzw. Nicht-impfen nur eine Abwägungssache des größeren/kleineren risikos ist, da beides eben solche Risiken bietet. Für mich habe ich jedoch noch nicht abschließend entscheiden können, welches nun das tragberere Risiko ist bzw. ich entscheide das für jede einzelne Impfung neu und nicht generell.

    Insbesondere stößt mir die gängige Praxis auf, einfach ständig "nachzuimpfen" ohne einen Antikörpertiter zu messen, ob dies überhaupt notwendig ist. Als ich schwanger werden wollte nahm meine Ärztin mir Blut ab um festzustellen, ob mein Rötel- und Winpockentiter ausreichend hoch sei. Beide waren es, es wurden keine Impfungen durchgeführt. Aber bei Säuglinen spritzt und sprizt und spritzt man einfach obligatorisch rein. Die 6fach-Impfung+Pneumoommen 4 mal in D (in Ö 3 mal). MMR+V 2 mal, obwohl bereits nach der ersten Dosis nachweislich 95% der Kinder geschützt sind!
    DAS finde ich unverantwortlich!

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    1. "gängige Praxis auf, einfach ständig "nachzuimpfen" ohne einen Antikörpertiter zu messen, ob dies überhaupt notwendig ist"
      -> Ja, genauso ist es: In einer idealen Welt wäre genau das eine Schweinerei. Aber wir dürfen uns über die Beglückung durch Amerika und den Kapitalismus freuen.

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  14. Man könnte den Beruf des Richters einsparen und stattdessen die Einbrecher selbst richten lassen. Das ist halt das amerikanische westliche System, das unsere Kultur bereichert: Die Pharmakonzerne erstellen die Studien, die über eine Zulassung entscheiden, selbst!? Ist das nicht ein Wahnsinn? Was sind das für juristische Standards? Wenn ein Richter einen Sachverständigen in einem Prozess braucht, dann wird der vom Richter bestellt, und dann können die Parteien noch hundertmal soviele Sachverständige bringen und vorschlagen: Der SV wird vom Richter bestellt.

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